Ich hoffe unsere Eltern lesen diesen Artikel. Jaaa, direkt am zweiten Tag waren wir im Gefängnis. Und zwar nicht in einem normalen, sondern im Hochsicherheitstrakt.
Es ging alles soo schnell…
Okay, bevor sich jemand wirklich Sorgen macht. Natürlich nur zu Besuch…
Nach einem guten Frühstück bei CaféMe haben wir uns direkt zu Fuß auf den Weg zum Hafen gemacht, um mit der Fähre zum sagenumwobensten Gefängnis der Welt zu fahren.
Alcatraz.
Zwischen San Francisco und den Marin Headlands, die von der Golden Gate Bridge verbunden werden, liegt die einsame, felsige Insel, die eine unglaubliche Geschichte erzählt. Als Gefängnis für die schwersten Verbrecher der Welt – wie beispielsweise Al „Scarface“ Capone oder George „Machine Gun“ Kelly – galt dieses inzwischen stillgelegte Hochsicherheitsgefängnis als absolut ausbruchsicher.
Hier ein paar Impressionen.
Auf der Insel führt uns Rangerin Carla durch die Gegend und erzählt uns an Originalorten die unglaubliche, aber wahre Geschichte von John Paul Scott, dem es zumindest für ein paar spannende Stunden gelang, auszubrechen. Wenn wir zuhause sind, erzählen wir diese Geschichte gern nochmal persönlich, auch wenn uns das auf keinen Fall so gut gelingen wird, wie Rangerin Carla, die eine absolut geniale Geschichtenerzählerin mit Leib und Seele ist. Ein weiterer so unglaublicher Ausbruch wurde übrigens nie aufgeklärt und die Akte ist bei der CIA offiziell immer noch nicht geschlossen, da die Ausbrecher theoretisch noch leben könnten. Drei geflohene Männer, die wahrscheinlich den Weg übers Wasser versucht haben, wurden nie aufgefunden. Man vermutet jedoch aufgrund einiger angeschwommener Utensilien, dass sie bei dem Versuch ertrunken sind. Leichen gefunden hat man jedoch nie…
Heute ist die Insel mehr als nur eine ehemalige Gefängnisinsel. Da schon damals die Offiziere und Wärter mit ihren Familien zusammen auf der Insel lebten, wurden hier viele Gärten und Pflanzen angelegt, die mittlerweile eine der vielfältigsten Gärten der Umgebung sind. Auch verschiedene seltene Vogelarten haben sich hier breitgemacht und werden vom National Park Service geschützt. Der Kontrast könnte interessanter kaum sein – direkt neben dem Hochsicherheitsgefängnis befinden sich unglaubliche Gärten und Naturschauspiele.
Einer der Hintergedanken war übrigens auch schon damals, dass man den Insassen immer durch den genialen Ausblick und die direkte Sicht auf die „goldene Stadt“ San Francisco immer wieder vor Augen hält, was sie zu ihrer Strafe NICHT haben können.
Fishermans Wharf
Den Nachmittag verbringen wir dann noch am Fishermanns Wharf, einem alten Pier (Pier 39) in der Hafengegend von San Francisco, der zu einer Art Dauerjahrmarkt umfunktioniert wurde.
Ein wundervoller Ort zum „nur mal in Läden reingucken“ und zu schlendern. Ein paar Stunden treiben wir so durch die bunten Gassen.
Zum Abschluss noch ein paar Eindrücke von unserem Weg durch die Stadt in Richtung Motel. Ich kann die Fotos von den Straßenecken einfach nicht lassen – Christine ist schon leicht genervt 😉
Wäre jetzt auch gern eingesperrt!
Übrigens: Christine wird dir noch für die Bilder danken! 😉
Das denkt sie auch und ist geduldig 🙂
Wer pflückt denn da bei Alcatraz so fleissig Blumen? 😀