Es ist Liebe. Wir lieben diese Stadt. Einfach alles an ihr. Die Menschen, das Flair, die Natur, die Umgebung, die Individualität.
Am Liebsten würden wir sofort auspacken und bleiben. Für immer.
Es ist jedoch Liebe auf den zweiten Blick…
Erste Begegnung
Nach insgesamt 32 Stunden Reise sind wir ziemlich platt. Zunächst ging es von Rahden nach Düsseldorf. Von Düsseldorf nach Kopenhagen und dann weiter nach San Francisco. Durch die 9 Stunden Zeitumstellung geht uns einiges an Orientierung verloren und geschlafen haben wir kaum. Ich (Daniel) habe eigentlich 2 Tage komplett nicht geschlafen und Christine nur ein paar Stunden.
Wir kommen an unserem Motel in San Francisco – North Beach bzw. Chinatown – an.
Die Gegend ist etwas schmutzig und es riecht überall nach asiatischem Essen, während die Häuser aneinandergereiht eher etwas arm und verkommen aussehen. Das ist alles, was San Francisco zu bieten hat? Naja, erstmal schlafen – nach den Strapazen kann man eh nicht mehr klar denken…
Der zweite Blick
Nach ca. 11 Stunden Schlaf (früh schlafen gegangen und normal aufgestanden) machen wir uns auf und suchen erstmal etwas gutes zum Frühstücken. Wir werden im „The STATION SF“ fündig und frühstücken uns fast für den Rest des Tages satt.

Voller Neugier und Tatendrang stürmen wir dann die Hügel der Stadt hoch zum beliebten Aussichtspunkt über die Stadt – dem Telegraph Hill mit dem Coit Tower. Da beginnt das seltsame Gefühl in unseren Mägen. Ein Kribbeln im Bauch. Die Gegend ist einfach abnormal schön. Die Häuser scheinen aus einem Vintage Katalog entsprungen und die lang gezogenen Hügel verzerren die Landschaft zu einem abstrakten Bild. „Das ist jetzt schon die schönste Stadt, die wir bisher gesehen haben“ – sage ich Christine ca. 10 mal bis wir am Telegraph Hill angekommen sind.
Hier geniessen wir etwas die Aussicht auf die Stadt.
Die „schönste Stadt Kaliforniens“ hat so viele Motive zu bieten, dass wir aus dem Fotografieren gar nicht mehr rauskommen. Ca. 900 Fotos haben wir am ersten Tag gemacht.
Darunter auch einige von der Lombard Street – der „schönsten Straße San Franciscos“.
Danach legen wir einen langen Fußmarsch hin und nehmen einen Teil der Küste San Franciscos mit, um an die Golden Gate Bridge zu kommen. Dabei konnten wir einige Parks und Strände genießen und haben damit im Endeffekt den halben Tag verbracht…
Als wir um 16 Uhr merken, dass wir ja eigentlich noch gar nichts nach dem Frühstück gegessen haben und unser Spaziergang außerdem ziemlich ausgeartet ist, drehen wir um, um wieder in Richtung Zentrum zu kommen, wo es von sehr interessanten Restaurants nur so wimmelt.
Wir brauchen ca. 2 Stunden, bis wir wieder zurück sind – natürlich weil uns unterwegs auch noch weitere Schönheiten, wie der „Palace of Fine Arts“ und einfach auch nur die pure Landschaft in die Quere kommen.
Nach dem Essen kehren wir wieder zurück in unser Heimatviertel Chinatown und entdecken ausgeschlafen auch das besondere Flair an diesem Stadtteil. Ja, es ist insgesamt etwas dreckiger und ungepflegter hier, aber es hat auch seinen Reiz. Seht selbst…
Die Menschen von San Francisco
Von der Stadt sind wir absolut begeistert. Was auch sehr dazu beigetragen hat, sind die Menschen hier. „Der Amerikaner ist oberflächlich und arrogant“ – widerlegt. Von ihm selbst. Zumindest von dem in San Francisco.
Drei schlagkräftige Argumente haben uns die „Franziskaner“ innerhalb kürzester Zeit schon geliefert, dass wir sie einfach nur mögen können. Diese wollen wir euch nicht vorenthalten.
Nummer 1: Am Bahnhof am Union Square (sowas wie das Zentrum) angekommen, stehen wir erstmal etwas überfordert vor unserer Karte und versuchen einen Weg zu unserem Motel zu identifizieren. Innerhalb von nur 2 Minuten stellt sich ein sehr freundlicher Amerikaner zu uns und fragt ob wir zu Besuch sind und er uns vielleicht helfen kann, wir sähen wohl fragend aus. Völlig schockiert von dieser Offenheit stammeln wir unsere Frage heraus und er gibt uns Tipps, wie wir am Besten zum Ziel kommen.
Wo gibt’s denn sowas?! Haben wir in Deutschland noch nie erlebt…
Nummer 2: Am Motel angekommen steigen wir aus dem Taxi aus uns machen uns daran, unsere schweren Koffer aus dem Kofferraum zu heben. Innerhalb weniger Sekunden steht ein junges Pärchen neben uns und fragt, ob es uns dabei helfen kann, die Koffer aus dem Auto zu bekommen. Was ist hier passiert?! Total sprachlos nehmen wir hin, dass die Leute hier wohl sehr nett sein müssen.
Nummer 3: Wir sitzen beim Essen und packen unsere Karte aus, um für den Abend zu planen. Jemand tippt an meine Schulter.
„Are you visiting the town?“
„Ehhhmmm… yes…“ (Warum spricht sie mich an und was will sie mir verkaufen?!?!)
„Great. I saw your map that’s why i asked. This is a great restaurant – good choice. Have a nice holiday and a great time in San Francisco.“ (und geht weiter…)
– Sprachlosigkeit –
Beim Abendessen haben wir uns länger mit zwei Neuseeländern unterhalten, die auch hier zu Besuch sind. Die haben uns bestätigt, dass die Leute hier absolut wundervoll sind. Allerdings ist San Francisco nicht wie Amerika. „Talk never about America when you’ve just been to San Francisco. America is not like San Francisco.“ – das ist ihr Tipp.
Wir werden sehen, wie die Leute hier sonst noch so sind… Bisher sind wir positiv überrascht.
PS: Die beiden haben uns übrigens angeboten, dass wir nach Neuseeland kommen und bei ihnen wohnen können (Visitenkarte ist gesichert). Vielleicht wird das nochmal ein Blog…
Schön, dass ihr gut angekommen seid! Ich hab nur vom Lesen Bauchkribbeln bekommen, man kann sich richtig vorstellen wie ihr euch fühlt 🙂 ich freue mich schon auf weitere Einträge! Viel Spaß weiterhin
Hayo!
Great blog, you two!
Sounds very cool and nice to be in St. Francisco (you know why I write it like this:-) )
Yeah, we know 😉
M.E.G.A. Wir sind schon seit Sonntag Abend heiß auf den ersten Post. Krasse Bilder, einmalige Erfahrungen und wenn wir Chinatown sehen, weint unser Herz vor lauter Fernweh. Wir rufen: Wolfgang, beeil Dich, wir wollen auch endlich wieder los!!!
Ich will auch in diese schöne Stadt…wäre doch der Flug nicht so lang 🙂
Habt ihr nicht richtig warmes Badewetter dort??
Ehm, jaa… nicht wirklich 🙂
Das ist leider der einzige Haken an San Francisco, es ist hier eigentlich selten wärmer als 25 Grad und sehr, sehr windig. Wir hatten immer so 20-22 Grad und starken Wind. Also dicke Pullover!
Schön schön… Alles gute und grüße aus San Kleinendorf…
Oh, das sieht gut aus, Heinrich war mit dem fahhrad da, vielleicht schaffen wir das auch noch mal zu zweit. Ganz liebe Grüße von uns 6 blockis, genießt die Zeit.
Hallo ihr LIeben, ich habe grad ein bisschen von euch gelesen. Ihr habts gut. Genießt die Zeit. Bin gespannt auf weitere Einträge. Liebe Grüße